Model-Lexikon

Wichtige Begriffe - Für Job, Casting & Shooting

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A

Accessoire

Zubehör zur Abrundung des modischen Erscheinungsbildes, dazu gehören z.B. Handtaschen, Hüte, Schals, Schmuck, Schuhe usw.

Agenturprovision

Gebühr für die Vermittlung des Models an den Kunden, die die Agentur einnimmt. In Deutschland bei ca 20-25% der Bruttogage.

Akt

Als Aktfotografie bezeichnet man den Teil der Fotografie, dessen Thema die künstlerische (nicht pornografische!) Darstellung des ganz nackten (Akt, Vollakt) oder teilweise nackten (Halbakt oder Topless) menschlichen Körpers ist.

B

Backstage

Bereich hinter der Bühne, wo Unbefugte keinen Zutritt haben.

Beauty-Contest

Nachwuchs-Wettbewerb für Mädchen und junge Frauen, die gerne Model werden möchten.

Bein-Model

Model mit besonders schönen und langen Beinen (z.B. für Strumpfhosen-Werbung).

Book

Fotomappe, mit der sich die Models bei Agenturen, Fotografen oder Castings vorstellen. Sie sollte eine nicht zu umfassende Auswahl der besten und professionellsten Fotos oder Arbeitsbelege (Cover, Zeitungsausschnitte) des Models beinhalten, wenn möglich in A4-Grösse.

C

Call Back

Casting, bei dem die Models anhand ihrer Sedcard oder ihres Books bereits vorausgewählt und dadurch in die engere Wahl gekommen sind.

Casting

Termin, bei dem sich meist mehrere Models mit ihren Fotomappen bei einem Kunden vorstellen. Der Auftraggeber vergibt dann den ausgeschriebenen Job.

Catwalk

Anderes Wort für Laufsteg.

Celebrities

Berühmtheiten, Stars der Modelszene wie z.B. Claudia Schiffer, Naomi Campbell.

Choreograf/in

Entwirft selber Choreografien und studiert diese mit den Models genau ein.

Choreographie

Festgelegter Ablauf für eine Show, der vorher genau einstudiert wird.

Closeup

Nahaufnahme.

Copyright

Recht an einem Foto, Bild, Buch oder geistigem Eigentum u.ä. Diese Dinge sind somit geschützt und dürfen ohne Einwilligung des Urhebers (z. B. des Fotografen) nicht weiter verwendet werden.

Covergirl

Weibliches Model, das häufig für Titelblätter gebucht wird.

Covershooting

Modeljob für die Titelseite eines Magazins. Gut fürs Buch und fürs Image, weniger lohnend für das Portemonnaie.

D

Defilee

Anderes Wort für Modenschau

Dessous

Für den Modelauftritt sind modische und gut geschnittene (Schmetterlingsform) Dessous notwendig. Mit Tanga oder String-Tanga gibt es kaum Abdrücke. Solche Dessous gehören in schwarz, weiss und hautfarben in jede Grundausrüstung eines Models.

Direct-Booking

Ein Model wird ohne Casting direkt für einen Job gebucht.

Dressman

Männliches Model.

E

Editorial

Fotoaufnahmen für die redaktionellen Seiten in Zeitschriften, vor allem für Mode- und Beautystrecken. Diese Arbeiten werden nicht sehr hoch bezahlt, helfen dem Model aber, bekannt zu werden.

Elite-Typ

Benannt nach der renommierten New Yorker Modelagentur von John Casablanca: Der Model-Typ: schlank, schöner Busen, brünett, rassig, eigenwillig. Ein Mädchen für Männerträume.

Erotik-Aufnahmen

Sinnlich-sexy wirkende Aufnahmen, die sich ganz klar von Pornografie abgrenzen lassen.

Event-Attendant

Ein anderes Wort für Hostess.

Exklusivvertrag

Oft schließen größere Firmen für ihre Werbekampagnen mit einem oder auch mehreren Models einen Exklusivvertrag ab, z.B. Kosmetikkonzerne oder Designer-Labels. Der Vorteil für die Firma: Der Kunde identifiziert die Marke mit einer berühmten Person, also ein hoher Wiedererkennungseffekt beim Kunden. Der Vorteil für das Model: Meist eine gute Bezahlung.

F

Figur

Gute Körperhaltung, schlanke Figur, lange Beine und gutes Körperbewusstsein sind Grundlage für ein erfolgreiches Wirken im Modeljob. Heute darf es allerdings auch ein wenig mehr Busen sein.

Fitting

Kleideranprobe vor Fototerminen oder Modeschauen.

Folgebuchung

Wenn eine Agentur einem Model einen Kunden (und damit einen Auftrag) vermittelt und dieser Kunde dann das Model erneut bucht, spricht man von einer Folgebuchung oder von einem Re-Engagement.

Ford-Typ

Benannt nach der bekannten New Yorker Modelagentur von Eileen Ford: Der Model-Typ: brav, blond, blauäugig, clean, klassisch schön, nicht zu sexy.

G

Gage

Ein anderes Wort für Honorar.

Gesicht

Das Gesicht ist der Blickpunkt des Models. Es muss fotogen sein und den gängigen Modeformen entsprechen. Es soll Persönlichkeit, Ausstrahlung und "das gewisse Etwas" haben, was ein Model absolut unverwechselbar macht. Das Wichtigste ist die reine Haut. Pickel und Falten sind tabu oder müssen top geschminkt sein.

Girlie-Look

Trend in den 90er Jahren, sexy Kleider z.B. in transparenten Stoffen oder im Dessous, aber mit Springerstiefeln u.ä. kombiniert.

Gosee (Go-and-see)

Sich bei Kunden, Fotografen, Agenturen usw. sehen lassen. Das Model präsentiert seine neuen Bilder und hält so den Kontakt aufrecht.

H

Hairstylist

Coiffeur, der die Haare des Models vor dem Auftritt pflegt und frisiert.

Halb-Totale

Foto- oder Filmaufnahmen von der oberen Körperhälfte, d.h. ohne Beinpartie.

Halbakt

Das Model ist nur teilweise bekleidet oder teilweise durch Accessoires verhüllt - siehe auch Akt.

Handmodel

mit besonders schönen und gepflegten Händen.

Headsheet

Plakat/Poster mit Portrait-Aufnahmen aller Models einer Agentur. Heute häufig nicht mehr auf Papier gedruckt, sondern auf Internetseiten präsentiert.

Highheels

Schuhe mit hohen (feinen) Absätzen. Gehören zur Grundausrüstung jedes Models, mindestens je ein Paar in schwarz und in weiss. Auch Stiefel oder Stiefeletten werden oft benötigt.

Honorar

Die Bezahlung für einen Job. Ist u.a. abhängig vom "Promi-Grad" des Models sowie von Art und Umfang des Auftrages.

Hostess / Hosting / Host

Model, das bei einem Anlass für die Betreuung des Publikums zuständig ist.

Hotpants

Sehr kurze, gerade das Gesäß bedeckende Shorts.

Hüfthosen

Nicht in der Taille, sondern auf der Hüfte sitzende Hosenform.

J

Jet-Set

Umgangssprachliche Bezeichnung für wichtige und bekannte Leute, die oft von der Klatschpresse "verfolgt" werden.

K

Kartei

Das Herzstück jeder Modelagentur. In der Kartei sind alle Models gespeichert, die von der Agentur vertreten werden. Die Kartei wird heute oft in elektronischer Form per Computer geführt und stets aktualisiert.

Katalogaufnahmen

Guter Job im Modelbereich, da häufig über mehrere Tage produziert wird.

Kollektion

Aus mehreren Teilen bestehende Kleiderauswahl, z.B. für Modeschauen.

L

Laufsteg

In Form eines geländerlosen, erhöhten Podests oder als schmale Verlängerung einer Bühne in den Zuschauerraum hinein, wird ein Laufsteg als Vorführsteg während einer Modenschau oder einer Misswahl benutzt.

M

Mannequins

Laufsteg-Models. Werden hauptsächlich für Modeschauen gebucht. Als internationale Mindestgrösse werden 174 cm verlangt.

Misswahl

Ein anderes Wort für Beauty-Contest.

Mode-Apero

Modenschau im kleineren Rahmen. Wird meist im Verkaufsgeschäft selber durchgeführt.

Modefotografen

Haben sich auf die Modefotografie und die Arbeit mit Models spezialisiert.

Modelagentur

Geschäftsstelle, die Termine und Gagen der Models aushandelt und diese gegen eine bestimmte Gebühr (siehe Agenturprovision) an Kunden vermittelt.

N

NewFaces

In Fachkreisen die Bezeichnung für neu entdeckte Models, die am Anfang ihrer Karriere stehen. Auch Newcomer genannt.

Normalgrössen

Die Kleidergrösse (Konfektionsgrösse) eines Models sollte sich nach der internationalen Tabelle der Normalgrössen richten. Grundlage ist eine Grösse von 172 cm.

Nude

beige oder hautfarben

O

Option

Terminverbindliche Reservation eines Models. Kann bis kurz vor dem Auftragstermin durch den Kunden kostenlos annulliert werden.

Optionär

Kunde, der ein Model terminverbindlich reserviert, sich aber noch nicht für eine definitive Buchung entscheiden kann oder will.

P

People-Fotografen

Werbefotografen, die sich auf die Fotografie von Menschen, auf die Arbeit mit Halbprofi- oder Profimodels spezialisiert haben, aber auch häufig Laienmodels buchen. Sie verfügen über eine eigene Model-Kartei und prägen oft den Stil dieser Models.

Petite

Kleineres Model, mit gleichen Proportionen wie die grossen Models.

Pola / Polaroid

Zum Überprüfen des Lichts und der Kameraeinstellung macht der Fotograf zu Beginn seines Shootings so genannte "Polas" bzw. Polaroids. Heute oft durch Digitalfotografie abgelöst. Werden häufig auch beim Casting gemacht.

Portfolio

Fotomappe, mit der sich die Models bei Agenturen, Fotografen oder Castings vorstellen. Sie sollte eine nicht zu umfassende Auswahl der besten und professionellsten Fotos oder Arbeitsbelege (Cover, Zeitungsausschnitte) des Models beinhalten, wenn möglich in A4-Grösse.

Posing

Posieren für die Kamera oder vor Publikum. Es gibt ein freies Posing (nach eigenen Ideen) und ein Posing nach Anweisungen.

Prints

Drucksachen.

Pumps

Ein beliebter Damenschlupfschuh, der weit ausgeschnitten ist und ohne Schnürung oder Riemen mit unterschiedlicher Absatzhöhe getragen wird.

R

Risingstar

Wenn aus deinem New Face oder Newcomer das Topmodel von morgen wird.

Royalities

Foto-Nutzungsrechte im Werbebereich. Sie werden neben den Stunden- oder Tagesgagen extra honoriert. Vergleichbar mit dem Buyout.

Running-order

Ablaufplan, auf welchem vermerkt ist, welches Model wann mit welchem Kleidungsstück über den Laufsteg läuft.

S

Scout

Talentsucher, der überall und zu jeder Tageszeit nach neuen Models sucht und sie anspricht, oft im festen Auftrag einer Agentur.

Sedcard

Gedruckte Fotokarte des Models, meistens im A5-Format (einfach oder doppelseitig). Grosse Portraitfotos auf der Vorderseite, weitere Fotos auf der Rückseite mit den Maßen des Models. Wichtig zum Verschicken an potenzielle Kunden (Fotografen, Agenturen) [à siehe auch Lasercard als kostengünstigere Variante].

Set

In der Szene ein gebräuchlicher Begriff für die Bezeichnung des Orts, an dem die Foto-/Film-Produktion stattfindet.

Shooting

Bezeichnung für die eigentliche Foto-Produktion.

Showroom

Ausstellungsraum. Die neuen Kollektionen werden dort von Models vorgeführt und verkauft.

Spesen

Auslagen des Models für Fahrt, Essen, Trinken, Übernachtung, Taxi u.ä. Werden dem Model meistens durch den Kunden zurück erstattet.

Statist

Schauspieler mit kleiner Nebenrolle in einem Film.

Stylist

Sorgt bei Shootings für den perfekten Sitz der Kleider, stattet die Models mit Accessoires aus oder arrangiert das Fotoset.

T

Teilkörper-Models

Models mit sehr schönen Händen, Füssen, Beinen oder anderen Körperteilen.

Topless

“oben ohne“, unbedeckter weiblicher Oberkörper à siehe auch Akt.

Totale

Foto- oder Filmaufnahme der ganzen Person „von Kopf bis Fuss“.

U

Upcoming

In Fachkreisen die Bezeichnung für Models, die in sehr kurzer Zeit bei den Auftraggebern sehr gefragt sind.

Urheberrecht

Recht an einem Foto, Bild, Buch oder geistigem Eigentum u.ä. Diese Dinge sind somit geschützt und dürfen ohne Einwilligung des Urhebers (z. B. des Fotografen) nicht weiter verwendet werden.

V

Visagist

Schmink- und Make up-Künstler, sind häufig auch gleichzeitig für die Frisuren der Models zuständig.

W

Wäsche-Model

Model mit einem perfekten Körper, das dadurch besonders für Wäsche- oder Bademodeproduktionen gebucht wird.

Werbefoto

Fotojob für die Präsentation eines Produktes, einer Reise oder von Firmenimage. Je nach "Kurswert" des Models sehr gute Honorare.

Wespentaille

Umgangssprachliche Bezeichnung für eine besonders schmale Taille, wie sie bis Anfang des Jahrhunderts durch das Korsett geformt wurde.

X

X-Factor

Das gewisse Etwas, das gute Models von weniger guten unterscheidet. Ausstrahlung, Persönlichkeit, Fotogenität und Charisma zählen dazu.

Y

Young-Faces

Agenturbezeichnung für junge Models, die am Anfang ihrer Karriere stehen, auch New Faces oder Newcomer genannt.

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